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Kommentar zur Mauer an der Elzbrücke

Körperliche Schmerzen

Man hat körperliche Schmerzen! Das ist keine Untertreibung! Es brennen einem die Augen wie nach einer Rauchexplosion, die Gliedmaßen zittern wie im Schockzustand und das Nervensystem fährt Achterbahn wie nach exzessivem Drogenkonsum.
Wovon hier die Rede ist? Fahren, laufen, radeln Sie doch mal völlig ahnungslos von der Fischzucht Sigg kommend Richtung Rust über die Bachbrücke. Sie werden den oben genannten physischen Zustand, vom psychischen Schock reden wir hier nicht, sicher selbst erleben.
Geschmackvolle Gestaltung der Mauer an der Elzbrücke.  Bemerkenswert die gelungene Platzierung des Elektrokastens.

Oder sind die Geschmäcker wirklich so verschieden? Kommt es einem wirklich nur so vor als ob mit den geringer werdenden Schulden in Rust, die Geschmacklosigkeit im öffentlichen Raum, auf Kosten der Steuerzahler, zugenommen hat?
Die Wasserfontäne rundet das in sich stimmige Gesamtbild ab.

Angefangen hat alles mit dem Aufstellen von Blumenampeln. Während Nachbargemeinden wie z.B. Kenzingen ein Händchen für gelungene Ortsbildverschönerung mittels Blumenampeln, Blumenkästen, Rabatten etc. haben, sieht der Ruster Schmuck weder als dreiarmiger Kronleuchter am Ortseingang noch als Beiwerk an der Straßenbeleuchtung im Entferntesten geschmackvoll aus. Den morgendlichen Krach durch den Gießtrupp wollen wir hier nicht thematisieren.
Das Geländer der Elzbrücke ist ein weiterer gelungener Höhepunkt der Gestaltung.

Neben kleineren Veränderungen - man verdrängt ja auch so viel – war der nächste Schock die, im Originalton des Ideengebenden beschriebene, „Schaufläche eines Pflasterunternehmens“; sprich die Neugestaltung des alten Bauerngartens gegenüber der Kirche. Für die Anwohner des alten Schulhauses ist der Innenhof ein Gewinn. Kann aber der überdimensional beleuchtete Brunnen auch als Gewinn beschrieben werden? Auf jeden Fall nicht für Fußgänger, schon gar nicht mit Kinderwagen, denn da ist aus Platzgründen nur ein Ausweichen auf die Straße ratsam.

Dann die neue Fußgängerbrücke über die „Bachbrücke“. Was als finanziell weniger zu Buche schlagende Maßnahme deklariert wurde, sieht im Ergebnis, dank farblicher Irrtümern und geschickten Fehlgriffen bei Geländer und Handlauf, weder passend noch geschmackvoll aus. Hätte man nicht mit ein wenig Geschick hier besseres zustande bekommen?

Und jetzt die Mauer entlang der Elz. Anfangs hatte man einen Schreck bekommen, weil die Betonwand die gezogen wurde einem etwas zu hoch vorkam. Aber man hat geduldig gewartet und siehe da, die „Klagemauer“ wurde optisch kleiner, da der gepflasterte Weg noch etwas aufbaute. Jetzt allerdings hat man sich wieder an geschmackvollem und modernem Design versucht. Was das Ergebnis ist? Sie haben die Folgen bereits gelesen. Das geplante Wasserspiel in der Elz könnte einen schließlich vollends hinstrecken.

Man kann sich jetzt schon auf die neue Gestaltung des „Millionenlochs“ vor der Apotheke freuen. Oder verharrt man, Böses ahnend, und geht künftig mit Scheuklappen durch Rust?


Datum: 10.11.2008 - www.abfr.de

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